Ja - mit Leib und Seele und vor allem mit der Liebe zum Detail. Meinen Traumberuf habe ich schon früh in der Kindheit entdeckt. Mein Vater nahm mich oft zu Veranstaltungen (Events) mit, wo er selber als Musiker und Performer auftrat. Im Kindergarten stand ich dann das erste Mal selber auf der Bühne, wo ich von Opus den Song „Live ist Live“ choreographierte und tanzte. Da war mir klar das meine große Leidenschaft „Die Bühne und das Tanzen“ ist.
Angefangen habe ich mit der Rhythmischen Sportgymnastik, wo ich schnell und frühzeitig Disziplin lernte. Dann folgte Tanzunterricht vom Ballett, Jazz, bis zum Stepptanz im Ballettstudio Erxleben in Potsdam. Da jeder weiß, dass die angesagtesten Moves und neuesten Styles aus Amerika kommen und ich zu den Besten gehören wollte, flog ich mehrmals nach New York ins „Broadway Dance Center“ und nach London in die Pineapple Dancestudios um mich fortzubilden. Da ich mir ein Leben ohne „Die Bühne“ nicht vorstellen konnte, begann ich nach meinem Schulabschluss, eine 3 jährige Tanzausbildung, im Ballett, Jazz, Modern, Hip Hop, Gesang und Schauspiel an der Balance 1 in Berlin, die ich im Jahr 2003 erfolgreich abschloss.
Du hast ja bereits bei vielen bekannten Musikvideos mitgearbeitet, nicht nur als Tänzerin, sondern teilweise auch als Choreographin. Ist eine Choreographie für ein Musikvideo anders als normale Choreographien? Was sind die Schwierigkeiten und auf was muss man achten?
Ich würde nicht sagen anders, sondern eher: …jede Choreographie ist speziell auf ihre Art und Weise. Es gibt andere Schwerpunkte, diesbezüglich liegt der Hauptaugenmerk immer auf dem Musikact, man muss in der Choreographie (die Moves, sowie Aufstellung und Tanzwege des Actes sowie der Tänzer) so choreographieren das der Act immer im Vordergrund ist und bleibt. Als Choreograph weißt du, eine einfache Drehung als „optisches Highlight“ aussehen zu lassen.
Beim Musikvideo hast du viel besser die Möglichkeit an kleineren Details zu arbeiten, die gezielt mit der Kamera eingefangen werden können, was bei einem größeren Bühnenauftritt, wie zb. bei einem Musical vielleicht untergeht.
Ein zusätzlicher Vorteil: verpatzte Szenen können mehrmals gedreht werden bis sie perfekt sind, was live auf der Bühne nicht möglich ist. Als Choreograph hast du es immer in der Hand jeden gut aussehen zu lassen und das macht mich glücklich.
Du hast ja auch schon mit Anett Louisan, Queensberry („I can‘t stop feeling“) und anderen Prominenten gearbeitet. Erzähle uns doch einmal ein wenig von ihnen... Wie war die Zusammenarbeit? Welche Eindrücke konntest Du gewinnen?
Die Arbeit mit Anett Luisan und auch mit Leo (Queensberry) verlief sehr professionell, und das ist sehr wichtig. Ich habe nur gute Erfahrungen mit den meisten Stars gemacht. Mit Profis zusammenzuarbeiten macht einfach immer wieder Spaß.
Parallel arbeitest Du ja auch als Model. Inwieweit lässt sich modeln mit dem Tanzen vereinbaren?
Sehr gut! Heutzutage reicht es oft als Model nicht mehr aus, nur einfach den Laufsteg entlang zu gehen. Die Ansprüche werden immer größer. In den Bereichen Pop Musik (Acts) ,Werbung, TV und Musikvideos in denen ich arbeite, werden oft Models die sich bewegen können benötigt. Daher arbeiten viele Tänzer auch als Model und ich für mich kann dies sehr gut verbinden.
Arbeitest Du lieber auf der Bühne oder vor der Kamera? Welcher Bereich reizt dich mehr und warum?
Das ist unterschiedlich, ich stehe gerne für bzw. mit Pop Acts Live auf der Bühne, sowie im TV für Shows, Musikvideos vor der Kamera, es ist ein anderes Gefühl. Auf der Bühne bei Konzerten oder Live Shows, spricht man die Menschen direkt an, fühlt die Massen, die Emotionen, das ist ein großartiges Gefühl. Anders vor der Kamera, wo man sich die Menschen die man erreichen will „denken muss“ und in dem Augenblick mit der Kamera spielt. Ich brauche beides und heutige Musikacts sind zum Glück auch in beiden Bereichen zu finden, sie stehen auf der Bühne und drehen Videos.
Welche Projekte machen dir am meisten Spaß?
Spaß machen die meisten. Ich arbeite am liebsten für feste und verschiedenste Projekte - Veranstaltungen, Pop Acts, Choreographen, Tv Shows und Events.
Einfach: kurze Projekte mit folge Aufträgen, da ich sehr gerne reise, mich Menschen, Länder und die Natur sehr interessieren und ich immer wieder neue Herrausforderungen suche und brauche.
Welche Projekte stehen in der nächsten Zeit an? Wo siehst Du dich langfristig?
Verschiedene Projekte für TV, Musikvideos, Events, Shows z.B. für die Telekom oder im TV beim MDR wo ich als Tänzerin, Sängerin und Model auf der Bühne stehe. News und Projekte könnt ihr gerne auf www.Tina-Behrendt.de nachlesen.
Langfristig: möchte ich gerne noch eine Weile selbst für internationale Musik Acts, Shows, Events auf der Bühne stehen und parallel als Choreographin für verschiedenste Pop Musik Acts, TV und Showevents choreographieren, um dann nach und nach, größtenteils als Choreographin und Coach zu arbeiten.
Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir viel Spaß und Erfolg bei deinen nächsten Jobs :)