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Als Mutter Karriere zu machen, ist leider immer noch heutzutage ein sehr sensibles Thema. Gerade im Künstlerbereich trifft man nicht viele Berufstätige mit Kind. Dass es doch funktioniert, zeigt Karolina Petrossian.
Karolina, erzähl uns doch einmal deinen Werdegang, bis zur Geburt deines Kindes.
Bevor ich Schauspielerin wurde, habe ich Marketing studiert und bei Plattenfirmen sowie beim ROLLING STONE MAGAZIN gearbeitet. Ich habe früh für verschiedene Gesangsprojekte gearbeitet, bevor ich dann eine Tanz, Gesang und Schauspiel Ausbildung an der STAGE SCHOOL OF MUSIC DANCE AND DRAMA genoss. Damals war mir schon klar, dass es sich in Richtung Schauspiel entwickeln würde. Das ist ja nichts was man beeinflusst. Entweder ist es das oder nicht. Anfang des dritten Jahres der Ausbildung habe ich dann meine Tochter zur Welt gebracht.
Kannst Du uns erzählen, was euch zu der Entscheidung für ein Kind bewogen hat? Hatten viele Freunde von euch auch Kinder zu dem Zeitpunkt? Wie haben eure Familien diese Entscheidung aufgenommen?
Oh, ich würde weniger von einer Entscheidung sprechen (lacht). Es war halt so, und es war klar, dass wir das Abenteuer Eltern sein, auf uns nehmen würden. Kinder hatten unsere Freunde keine. Es gab sicherlich auch Leute, die plötzlich mein “Karrierebewusstsein“ sein wollten. Aber die echten Freunde fanden`s toll. Unsere Familien haben die Neuigkeit sehr freudig aufgenommen. Sie waren aber auch darauf bedacht, dass wir unsere Karriere beide straff weiter verfolgen! Sie wissen, dass wir Familie und Beruf vereinbaren können. Da mein Mann auch Schauspieler ist und wir beide meist freiberuflich oder nur begrenzt festangestellt arbeiten, ist die Herausforderung einfach nur größer. Das heißt aber nicht, dass Sie nicht zu bewältigen wäre.
Beschreib uns doch einmal deinen Alltag. Was sind häufige Probleme? Wie kommt ihr mit ihnen zurecht?
Wir haben das Glück, dass wir nicht nur eine Kitabetreuung haben, sondern auch ein großes „Team“ an Freunden und der Familie. Sie unterstützen uns unglaublich. Es gibt einen Kreis an lieben Menschen, mit dem unsere Tochter sehr vertraut ist. Wenn es um Theater-Engagements geht, dann kann der andere halt nur für`s TV oder Kino für zwei, drei Tage drehen. Diese Zeitspanne ist gut zu überstehen. Schwieriger ist es, wenn beide gleichzeitig zum Casting müssen, aber bisher hat das immer geklappt! Da wir zwei sind, heißt das, dass einer von uns ein wenig zurückstecken muss wenn der andere einen Riesenjob hat. Wir wechseln uns da ganz gut ab. Grundsätzlich ist es aber ein größerer Kraftakt, als wenn man nur sein eigenes Leben koordiniert. Neben der Organisation stellt auch der Punkt „Kontinuität“ ein großes Thema dar. Kinder brauchen einen festen Rhythmus. In unserem Job ist das nicht immer leicht.
Was hast Du für Erfahrungen gemacht, wenn es um Jobangebote und Jobs ging und Du erzählt hast, dass Du Mutter bist? Wie wurde darauf reagiert, wenn Du dein Kind auch einmal zu einer Probe oder zur Arbeit mitnahmst?
Das ist auf jeden Fall eine Frage mit der ich mich beschäftigt habe. Sagt man’s oder nicht. Aber mal ehrlich: es ist ja nun keine Krankheit, sondern eine Familie (lacht). Ich hab aufgehört mich damit verrückt zu machen, wie das jemand findet, oder ob es als Schwierigkeit empfunden wird. Es gehört dazu. Punkt. Wie es aufgenommen wird? Gemischt, einige Regisseure und Produzenten behandeln das Thema Familie als Selbstverständlichkeit. So soll’s ja auch sein. Produzenten, Regisseure haben ja auch Kinder. Leider habe ich auch Regisseure getroffen, die weniger Verständnis hatten, damit muss man klar kommen. Generell versuche ich die Kleine aber sooft wie möglich mitzunehmen. Sie weiß, dass sie am Set oder im Theater für eine Weile ruhig sein muss und dann erst wieder tanzen und herumspringen kann. Wenn beide Elternteile Schauspieler sind, dann wächst das Kind ja damit auf. Aber grundsätzlich ist es mit Kind in jeder Lebenslage anspruchsvoller, da ist es egal welchen Job man hat.
War Eure Kleine auch beim Dreh des Filmes „Berlin Connected“ dabei?
Ja klar, aber man darf sich das jetzt nicht so vorstellen, dass sie den ganzen Tag am Set rumrannte, (Lacht) Nein, nur in den Pausen oder nach Drehschluss. Es kommt ja auch immer auf’s Set an. Wenn ich ne große Fernsehrproduktion mache, kann ich sie natürlich nicht mitnehmen, aber mit Oliver Bokern (spielt Jürgen in „Verliebt in Berlin“ Anm. d. red.), dem Regisseur von Berlin Connected, verbindet mich eine Freundschaft, in der Verständnis für die Verbindung Karriere und Kind da ist!
Du hast in dem Film die Hauptrolle gespielt?
Ja eine der Hauptrollen. Das Buch haben wir zu dritt geschrieben. Oliver, ein weiterer Schauspielkollege und ich. Der Film befindet sich leider noch in der Postproduktion, ich habe schon einen Rohschnitt gesehen, super!
Wie stehst Du mittlerweile zu dem Thema Kind und Karriere? Es gehört sicherlich viel Ehrgeiz, Disziplin, Ausdauer und auch ein bisschen Hilfe dazu. Alleine würden wir das nur schwerlich schaffen. Aber der Wille es zu schaffen, gerade mit Kind, gibt einem so viel Kraft - das sind sicherlich auch Qualitäten, die mir im Job mehr als zugute kommen. Es geht ohne Kind einfacher, ohne Frage. Ich will damit nur sagen, es geht, wenn man bereit ist andere Herausvorderungen anzunehmen, als Künstler ohne Kinder. Ich habe mittlerweile einige Bekannte und Freunde, die Schauspieler, Regisseure oder Drehbuchautoren sind, die Kinder haben. Es klappt. Eltern im Job, besonders in unserem, müssen immer ein wenig mehr bringen. Mehr Organisation, mehr Disziplin, mehr Ehrgeiz. Das einzige was zu kurz kommt, ist der Schlaf (lacht).
Was sind deine nächsten Projekte und Engagements?
Erstmal habe ich eine neue Agentur www.KleineHaie.de. Darüber freu ich mich sehr. Dadurch befindet sich alles im Aufbruch. Es gibt schon Anfragen, aber über ungelegte Eier – spricht man ja nicht (lacht). Und erst einmal bin ich froh, dass ich die Berlinale heil überstanden habe. Ich habe sehr viele Regisseure, Caster und Produzenten getroffen, aber vornehmlich läuft man von einer Veranstaltung zur nächsten. Ich kann an alle Stagepooler für das nächste Jahr das BERLINACTORSMEETING empfehlen. Ein Forum für Schauspieler und Filmschaffende. Ein Riesengroßes Treffen, auf dem Regisseure und Schauspieler sich treffen und neue Projekte besprechen bzw. sogar gemeinsam erarbeiten. Sehr lohnenswert!
Was hältst Du von StagePool? Hast Du bereits einige Erfahrungen machen können?
STAGEPOOL ist eine wunderbare Möglichkeit für junge Künstler die ersten Jobs zu finden. Z.B. Schauspieler ohne feste Agentur können sich so über Produktionen und Jobangebote auf dem Laufenden halten. Das Angebot   vergrößert sich merklich. Immer häufiger sind auch mal Kinofilme und andere Grosse Produktionen dabei. Ich war auch sehr begeistert von dem Stipendium, das ihr vergeben habt. Solche Aktionen sind so wertvoll und wichtig für junge Talente!
Kontakt über: www.kleinehaie.de, www.KarolinaPetrossian.de
Liebe Karolina, vielen Dank für das Interview!
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Wir werden ein paar Wochen lang Patricé bei seinen Projekten begleiten:
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Lange Zeit über hast du sowohl dein Talent für das Klavierspielen gefördert als auch deine Tanzfähigkeiten. Irgendwann aber kam der Punkt, an dem du dich für einen der beiden Bereiche entscheiden musstest.
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Schon früh erkannte deine Familie dein Talent fürs Sprechen und Schauspielern... Erzähl uns davon...
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Ein Blick auf dein Foto und man kann die Frage eigentlich gar nicht zurückhalten: Deine wahnsinnige Ähnlichkeit mit Pierce Brosnan - ein Fluch oder Segen?
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Ein American Dream von Paul Graham Brown & James Edward Lyons
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Du hast ja eine Ausbildung in allen drei Bereichen Gesang, Tanz und Schauspielerei genossen. War das auserkorene Ziel von Vornherein die Musicalbühne oder mochtest Du dich einfach nicht entscheiden?
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Tatiana „Orientlatina“ Perez ist ein Cocktail aus dem kubanischen Rhythmus, orientalischen Grazie und slawischer Offenheit.
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Dieses Jahr übernimmst Du die rolle der Moderatorin auf dem shnit Kurzfilmfestival! Wir möchten dich gerne ein wenig näher kennenlernen... Erzähl mal ein wenig von dir, was hast du bisher im Bereich Moderation schon so gemacht?
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Backstage mit Sabine Maria Schoeneich |
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Wann würdest Du sagen, hat deine Liebe für die Schauspielerei begonnen? Was hast Du dann gemacht, damit dieser Wunsch wahr werden konnte?
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Backstage mit Stefan Nickl |
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Auch wenn Du schon früh Interesse an Musik und Film hattest, hast Du zunächst etwas anderes studiert... Wie hat sich denn deine künstlerische Ader schon vor Beginn des Studiums geäußert?
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Backstage mit Lea Fierke |
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Wann hast Du dich dazu entschieden, den Traum vom Tanzen wahr werden zu lassen? Zu welchem Zeitpunkt war dir klar, dass Tanzen mehr für dich ist, als nur ein Hobby?
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Erzähle doch einmal, wie es zu deinem besonderen Spitznamen kam? Welche Bedeutung hat er für dich?
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Erzähl uns ein wenig von dir... Seit wann singst Du schon und wann wusstest Du für dich, dass für dich nur der Beruf einer Musicaldarstellerin in Frage kommen würde?
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StagePool im Gespräch mit Achim Kujawa, Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros & Casting am Friedrichstadtpalast
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Man könnte sagen, Du bist Tänzerin und Choreografin mit Leib und Seele. Wie hast Du für dich deinen Traumberuf entdeckt und was hast Du getan, um dir diesen Traum zu erfüllen?
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Sie arbeiten bei TUI Cruises („Mein Schiff“) dort sind Sie zuständig für Castings. Wie kamen Sie zu TUI Cruises, was haben Sie vorher gemacht und was sind Ihre genauen Aufgaben?
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